Barre pflanzt Hopfenbuchen

 

Am vergangenen Samstag bei leichten Minustemperaturen trafen sich am Vormittag um halb zehn rund 50 Freiwillige, ausgestattet mit Spaten und Fäustel am Wanderparkplatz „Am Strubberg“. Mitarbeiter*innen der Privatbrauerei Barre mit ihren Familienangehörigen fanden sich dort ein, zusammen mit Brauereichef Christoph Barre und seiner Familie sowie dem zuständigen Förster Jürgen Rolfs. Mit dabei auch Karl-Dietrich von der Recke (1. Vorsitzender) und Bürgermeister Frank Haberbosch (2. Vorsitzender) als Vertreter des Forstbetriebsverbands “Waldschutzgenossenschaft Lübbecke“ (FBV), die ebenfalls dem Aufruf zur Pflanzaktion der Brauerei gefolgt waren.

Vorab wurde im August bei bestem Bierwetter am „Tag des Bierbrunnens“ durch das Team der Privatbrauerei Barre fleißig Bier ausgeschenkt für den guten Zweck. Überreicht wurde der Erlös aus dem Bierverkauf im Anschluss bereits an den FBV Lübbecke, um dem heimischen Wald neue Bäume zu schenken. Neben der Bierbrunnenfestspende in Rekordhöhe von 7.300 Euro, organisierte die Brauerei zugleich eine Pflanzaktion, um auch aktiv einen Beitrag zur Aufforstung beizutragen.

Vom Treffpunkt aus wurden die Helfenden mit Planwagen zum Pflanzort am Wanderweg zum „Hohen Stein“ gefahren. Im Gepäck auch 500 Baumsetzlinge mit einer Wuchshöhe von ca. einem Meter. Dies ist nur ein Teil der insgesamt 3.650 Bäume, die aus der Bierbrunnenspende generiert werden konnten. Angekommen am Einsatzort, zeigte sich dieser mit einer leichten Schneedecke bedeckt, jedoch keineswegs ein Hindernis für die geplante Aktion. Christoph Barre freute und bedankte sich zu Beginn für die hohe Bereitschaft der Belegschaft und deren Familienangehörigen, die Barre Pflanzaktion zu unterstützen. „Das Eine ist die finanzielle Unterstützung für den Naturschutz in unserer Region durch die überreichte Spende. Heute möchten wir gemeinsam auch sichtbar dazu beitragen, dass der Wald zurückgewinnt, was er in den letzten Jahren verloren hat, indem wir Bäume für die Zukunft pflanzen, die noch Generationen nach uns wachsen sehen werden“, begründet Barre die Motivation zur Pflanzaktion. Haberbosch und von der Recke dankten zugleich nochmals für den Erhalt der Spendensumme sowie den tatkräftigen Einsatz der Brauerei und griffen anschließend mit allen Anwesenden selbst zum Spaten, um die Bäume in die Erde zusetzten.

Wie das geht, erklärte Förster Jürgen Rolfs mit einer kleinen Einweisung. Die Aufgabe bestand darin, für jeden Setzling ein ca. 20 cm tiefes Loch auszuheben, sodass die Wurzeln ausreichend Platz finden. Erde aufschütten, antreten und nächster Spatenstich. Aufgeteilt in kleine Teams wurde auf diese Weise in zweieinhalb Stunden ein sechs Meter breiter und ca. 500 Meter langer Pflanzstreifen am Wegesrand bepflanzt. Mehr als verdient wurde die Gruppe anschließend mit einer heißen Suppe versorgt und jedem wurde ein kleines Präsent der Brauerei als Dankeschön für den tatkräftigen Einsatz überreicht.

Die für die Aktion ausgewählten „Hopfenbuchen“ können leider keinen Hopfen für die Bierherstellung liefern. Der Laubbaum bringt jedoch andere positive Eigenschaften für das Wiederbewaldungsprojekt mit. „Ausbleibender Regen hat den heimischen Wäldern zuletzt schwer zu schaffen gemacht“, erklärt Karl-Dietrich von der Recke. „Bei der Wiederbe-waldung ist es nun ausgesprochen wichtig, die klimatische Entwicklung zu berücksichtigen. Bäume, die wir heute pflanzen, werden bedingt durch den Klimawandel mit zunehmenden Trockenperioden zu kämpfen haben. Die „Hopfenbuche“ wurde bewusst gewählt, aufgrund ihrer trockenheitstolerierenden Eigenschaft und hat sich in südlicheren Gebieten Europas bereits gut bewährt.“

Als zweite Baumart, die an diesem Tag eingesetzt wurde, wählte Förster Rolfs die Esskastanien. Auch sie gilt durch ihre starke Anpassungsfähigkeit in Bezug auf Wärme und trockene Böden als Baum der Zukunft und soll auf dieser Fläche einmal 5% einnehmen. Da die Knospen der jungen Bäume auf große Beliebtheit einiger Waldbewohner treffen, erhielten die kleinen Setzlinge zusätzlich eine Holzummantelung zum Schutz vor Fressfeinden.