Bierabsatz sinkt durch Corona-Krise

12. Jun 2020

Folgen weitreichend

Die Privatbrauerei Barre steht als Folge der Corona-Krise vor weitreichenden wirtschaftlichen Herausforderungen. Der Bierabsatz ist an manchen Stellen schlagartig eingebrochen, da die Kunden der Brauerei aus den Bereichen Gastgewerbe, Hotellerie und Veranstaltungswesen mit am stärksten von den Auswirkungen der aktuellen Situation im Land betroffen sind. Das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Es gibt keine Kultur-, Sport- und Messeveranstaltungen mehr. Die Gastronomie ist weitestgehend geschlossen. Das alles schlägt direkt auf den Bierabsatz durch.

Christoph Barre, geschäftsführender Gesellschafter der Brauerei, bewertet die Lage kritisch. „Langfristige Folgen sind noch nicht absehbar. Bleibt zu hoffen, dass der Ausnahmezustand nicht allzu lange anhält. Unserer Aufgabe als regionale Brauerei sehen wir nun auch darin, unseren Kunden als Partner zur Seite zu stehen um diese schwere Zeit gemeinsam zu überstehen.“. Fakt ist aber, dass die Brauerei mit enormen Verlusten beim Bierabsatz konfrontiert ist. Dies gilt insbesondere für das Fassbier, dessen Absatzanteil bei Barre mit fast 40 Prozent erheblich höher liegt, als bei den nationalen Konzernbrauereien. Hier gibt es derzeit so gut wie keine Nachfrage.
Die Lübbecker Brauerei reagiert auf die Krisensituation mit einschneidenden Maßnahmen. Kurzarbeit ist ebenso unausweichlich, wie die Verschiebung von nicht absolut notwendigen Investitionsprojekten. Jede Ausgabe wird derzeit auf den Prüfstand gestellt, um die Liquidität zu schonen.

Regionale Kaufkraft zur Arbeitsplatzsicherung

Für die Privatbrauerei Barre steht außer Frage, auch in der aktuellen Krisensituation einen Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft in der Region zu leisten. Die regionale Unternehmensphilosophie von Barre setzt generell auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, sodass die Kaufkraft vor Ort bleibt und die Region als wirtschaftlicher Standort profitiert. Insbesondere in Krisensituationen ist Zusammenhalt wichtig. Hier ist jetzt die Unterstützung aller gefragt, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Jeder Einzelnen kann mit seiner Kaufentscheidung helfen, die regionale Wirtschaft zu stärken, damit Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort langfristig gesichert werden.

Bier stellt kein Infektionsrisiko dar - auch nicht in der Gastronomie

Dirk Stapper, technischer Leiter der Brauerei, betont, dass vom Produkt Bier selber keine Infektionsgefahr ausgeht. Die Bierherstellung verläuft antiseptisch und ohne direkten Kontakt zu Menschen. Zudem gibt es die Erkenntnis, dass der pH-Wert des Bieres sowie der Alkoholgehalt eine Virusinfektion unmöglich machen. Und auch in der Gastronomie gibt es keine begründeten Infektionsrisiken. Der Hygiene-Status im Gastgewerbe ist in Deutschland auf einem Top-Level. Es ist wissenschaftlich belegt, dass - bei Einhaltung der Hygienevorschriften - Viren keine Chance haben, z.B. über gespülte Biergläser auf den Menschen übertragen zu werden.

Nach der aktuellen Durststrecke warten die Gastronomiebetriebe sehnlichst auf einen Ausblick, um ihre Gäste wieder in Empfang zu nehmen. Ohne Gäste keine Einnahmen! Es bleibt zu hoffen, dass die Gäste schnellstmöglich wiederkommen, um den Ausfall bestmöglich zu kompensieren.

Keine Stornogebühr für abgesagte Brauerei-Besichtigungen

Der Besichtigungsbetrieb der Privatbrauerei Barre ist bereits seit zwei Wochen bis auf weiteres eingestellt. Gäste die von einer Absage betroffen sind, bekommen ihr Geld zu 100 Prozent von der Brauerei zurückerstattet und haben die Möglichkeit die Brauerei zu einem späteren Zeitpunkt zu besichtigen.