Brau Kooperation setzt neue Qualitätsstandards: Die Freien Brauer als „System der Besten“
Dortmund, 22. Januar 2009: Erstmals in der nunmehr 40-jährigen Geschichte der Deutschen Brau-Kooperation fand am gestrigen 21. Januar eine Großkonferenz statt, zu der nicht nur die Gesellschafter, sondern alle Führungskräfte der 36 Mitgliedsbrauereien eingeladen waren. Anlass für diese Großkonferenz mit insgesamt über 140 Teilnehmern aus 33 Braue-reien war die strategische Neuausrichtung der Deutschen Brau-Kooperation, die ab sofort nicht mehr als „Deutsche Brau-Kooperations GmbH & Co. KG“ firmiert, sondern unter dem Namen „Brau Kooperation – Die Freien Brauer GmbH & Co. KG“. Damit wird zum einen der zunehmend internationalen Orientierung, zum anderen der neuen Strategie Rechnung getragen, die in der Konferenz vorgestellt wurde. In seiner Begrüßungsrede ging Jürgen Keipp, Geschäftsführer der Brau Kooperation, auf die Bedeutung der Veranstaltung ein: „Wir haben auf Wunsch unserer Gesellschafter diese Großkonferenz einberufen, um in diesem historischen Moment der strategischen Neuausrichtung der Deut-schen Brau-Kooperation alle Führungskräfte unserer Mitgliedsbrauereien aus erster Hand zu informieren. Uns ist wichtig, direkt bei den Verantwort-lichen in den Mitgliedsunternehmen für die Werte der Freien Brauer zu werben – die Initiative lebt von der Verbundenheit und Kooperationsbe-reitschaft jedes einzelnen.“ Eine Veranstaltung, die derart ressort-, hierarchie- und unternehmensübergreifend ein klares Bekenntnis für eine gemeinsame wert- und werteorientierte Unternehmensführung ausdrücke, dürfte auch außerhalb der Branche als Novum gelten, so Keipp.
Hintergründe der strategischen Neuausrichtung Christoph Barre, Vorsitzender des Beirats der Brau Kooperation und ge-schäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Ernst Barre in Lübbe-cke, erläuterte in seiner Rede die Hintergründe für die strategische Neuausrichtung: „Mit einem Gesamtausstoßvolumen von 6,8 Millionen Hekto-litern im Jahr 2007 hat die Brau Kooperation eine Bedeutung und Größe, in der sie auch in ihrer Gesamtheit gefordert ist, schnell und proaktiv auf die Situation der Branche und des Marktes zu reagieren.“ Dem Wettbewerbsdruck insbesondere in der deutschen Brauindustrie, der nicht zuletzt aus Überkapazitäten und dem daraus entstehenden Preiskampf resultie-re, wolle die Brau Kooperation mit einer konsequenten Qualitätsstrategie begegnen: „Wir müssen und werden Qualitätsstandards setzen. Die Freien Brauer sollen ein System der Besten werden.“ Barre betonte einerseits den Nutzen, den das Netzwerk seinen Mitgliedern biete, forderte aber gleichzeitig dazu auf, sich aktiv in die Kooperation einzubringen.
Muss-Kriterien für aktuelle und neue Mitglieder Einen Blick von außen auf die Brau Kooperation warf in seinen Ausführungen Prof. Dr. Arnold Weissman, geschäftsführender Gesellschafter von Weissman & Cie., ein auf strategische Unternehmenskonzepte von Familienunternehmen spezialisiertes Beratungsunternehmen. In seiner Rede unterstrich er die Bedeutung der Erweiterung der reinen Wirtschaftskooperation „Deutsche Brau-Kooperation“ zur Wertegemeinschaft „Brau Kooperation – Die Freien Brauer“, die sich dem Exzellenzanspruch unterwirft: „Mit ihrem Leistungsspektrum bietet die Brau Kooperation den Mitgliedern alle Voraussetzungen, ihre Unternehmen in eine starke, unabhängige Zukunft zu führen. Die Freien Brauer sind die attraktivste Kooperation erfolgreicher Familienbrauereien“. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass die Mitgliedsunternehmen ein klares, nachvollziehbares und von anderen Brauereien differenzierbares Profil erhielten, so die Arbeitsgruppe „Strategie“ der Freien Brauer. Aus diesem Grund wurden im Strategieprozess sechs so genannte „Muss-Kriterien“ formuliert, die von jedem Mitglied der Freien Brauer zwingend zu erfüllen sind:
- Status einer „Familienbrauerei“: Die Unternehmenspolitik wird un-zweifelhaft von einer oder mehreren Familien geprägt, die als Inhaberfamilie/n wahrnehmbar ist/sind; die Brauerei stellt ein wesentliches Geschäftsfeld der Unternehmerfamilie dar - Erhalt der Bierkultur: gelebte Tradition und Innovation - Konsequentes Markendenken: Premium-Qualität - Nachhaltigkeit und Solidität - Kooperationswille und -fähigkeit - Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung
Mehr Informationen und Bildmaterial unter www.die-freien-brauer.com.
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