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Barre's Bierlexikon

Schau(m) mer mal

Kleines Lexikon der bekanntesten Biersorten

„Ein Bier bitte!“ – So einfach geht das nicht mit der Bestellung im Biertrinkerland Nr. 1. Rund 20 verschiedene gängige Sorten weist der Biermarkt hierzulande auf. Und die Zahl der Marken liegt bei etwa 5 000. Dennoch ist die Vielfalt der deutschen Biere überschaubar was den Charakter betrifft, da seit fast 500 Jahren das deutsche Reinheitsgebot die ausschließliche Verwendung von Malz, Hopfen, Hefe und Wasser für das Brauen vorschreibt. In anderen Ländern können zu den Rohstoffen Exoten zählen wie Maniokknollen, Ginsengwurzeln, Kokosmilch, Bananen...

Und geradezu unüberschaubar wird die weltweite Biervielfalt, zieht man die verwendeten Biergewürze in Betracht. Da ist das Hanfbier aus der Schweiz, Heidekrautbier aus Schottland, Bier mit Schokoladengeschmack oder belgische Fruchtbiere. In einem Bier aus Arizona schwimmt eine Chilischote. Ein französisches Liebesbier verheißt potenzfördernde Wirkung aufgrund entsprechender Kräuter. Andernorts finden sich Austernextrakte oder Wacholder im Bier. Die Liste ist lang. Sehr lang. Wird in Deutschland als Würze nicht ausschließlich Hopfen verwendet, ist das Produkt kennzeichnungspflichtig als „Biermischgetränk“.

Daher sind bei der Unterscheidung „unserer“ Biere die Eigenschaften der Hefe maßgeblich. Die obergärige Hefe ist die älteste Hefeform und heißt so, weil sie im Zuge der Gärung nach oben getragen wird. Bei der untergärigen Hefe hingegen vereinzeln die Zellen und sinken nach der Zellteilung im Laufe der Gärung zu Boden. Untergärige Biere werden traditionell bei niedrigen Gärtemperaturen (bis 15°C) hergestellt, obergärige verlangen höhere – bis 25°C. Bevor Carl Linde die Kühlmaschine erfand – 1876 wurde die erste in einer Münchener Brauerei aufgestellt – konnte untergäriges Bier nicht ganzjährig hergestellt werden. Gemäß den Brauern bildete obergärige Hefe aufgrund der höheren Temperatur mehr Geschmackstoffe, vor allem mit fruchtiger Note. Untergäriges Bier bildet nach einer längeren Lagerzeit ein feines Aroma und ist für eine stärkere Hopfung geeignet.

Dazu und zum Blick über andere Merkmale der bekanntesten Biersorten in Deutschland hier ein Auszug der Sortencharaktersierung des Deutschen Brauerbundes.

Wir stellen vor: Zehn „Richtige“ nach dem Deutschen Reinheitsgebot und jedem Bierfreund zumindest vom Namen her ein Begriff.

Altbier
Berliner Weiße
Bockbier
Kölsch
Lager dunkel
Lager hell
Leichtbier
Schwarzbier
Weizenbier

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